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Aspects of Awing grammar and information structure

Domain:

natural language processing

Record type:

paper
Creator:
Fom
Publisher:
Uni
Host:avatar
The work has two goals: describe aspects of Awing grammar and explain the role of the multifunctional morpheme lə (LE) in copular and wh/focused clauses. Awing is a Grassfields Bantu language spoken in the North West region of Cameroon. Given that it is an understudied language, the work begins by describing the nominal, verbal, and what has been termed truncation, systems. This is done in chapters 2, 3 and 4, respectively. While chapter 2 and 3 adopt a theory free approach, chapter 4 which deals with truncation (i.e., long and short forms of nouns and verbs) avoids a pure descriptive style due to the complexity of the phenomenon. The second objective is theoretically motivated under the notion of Information Structure (IS). The focus is on the use of the LE morpheme in copular clauses, wh-questions and with focalized phrases. The main preoccupation is to identify the syntactic and semantic roles that the morpheme assumes in such constructions. By so doing, the syntax of copular clauses, wh-questions and focalization is presented in chapters 5, 6 and 7, respectively. Chapter 8 concludes the work by summarizing the findings and proposing potential research areas in Awing. Diese Arbeit beschreibt die nominalen und verbalen Systeme sowie die 'Verkürzungs-Systeme' in Awing und erklärt die syntaktischen und semantischen Funktionen des multifunktionalen Morphems l (LE), sowohl in Kopula- als auch in wh-fokussierten Konstruktionen. Bei Awing handelt es sich um eine Sprache der Bantu Grassfields Familie und die im Nord-Westen Kameruns gesprochen wird. In der vorliegenden Arbeit werden zuerst morphologische Prozesse wie Deverbale, Compounding, Reduplikation und Borrowing dargestellt. Darüber hinaus wird das pronominale System der Sprache und die verbalen Kategorien wie Tempus, Aspekt, Modus, verbale Extensionen, Negation und Adverbien ausführlich präsentiert. Weiterhin wird auf die Auslöser eines homorganischen N(asalen)-Präfixes eingegangen, das sich an das Verb und an andere verbale Kategorien bindet. Die Grammatik des Awing zeigt außerdem ein sehr ungewöhnliches Phänomen, nämlich die Existenz von sowohl langen als auch kurzen Formen von Substantiven und Verben. Diese Besonderheit wird im Kapitel 'truncation' thematisiert. Darüber hinaus haben Beobachtungen jedoch gezeigt, dass dieser Verkürzungsprozess nicht bei Singular-NPs, Namen und durch morphologische Prozesse abgeleitete Substantive angewendet werden kann. Im Kontrast dazu muss wiederum festgehalten werden, dass Substantive im Regelfall nur in ihrer verkürzten Form mit Modifizierern (z.B. Artikel, Demonstrative und andere Possessive) auftreten. Davon ausgenommen sind nur nicht-emphatische Possessiv-Determinierer in der ersten Person sowie das Nominal-Präfix der Klasse 7. Zusammenfassend wird dargelegt, dass nominale Verkürzung Bewegung innerhalb des DP-Systems anzeigt (Abney 1987). Die Verkürzung von Verben tritt in drei verschiedenen Kontexten auf: in einer Masse/Plural (‚lattice structure‘ Link 1983) Konspiration zwischen dem Verb und dem direkten Objekt, Fokus auszurichten (nach Féry 2013), und um polare Fragen zu bilden. Der zweite Teil dieser Arbeit konzentriert sich auf die Rolle der LE Morpheme in Kopula- und wh-fokussierten Sätzen. Zuerst wird die Syntax des Kopula-Satzes in Awing präsentiert und es wird herausgestellt, dass Kopula-Sätze in Awing zwischen 'Subjekt-Fokus' und 'thematischem Fokus' unterschieden werden. Außerdem wird dargelegt, dass das LE Morphem solche Funktionen indirekt miteinander in Verbindung bringt. Von semantischer Seite aus wird gezeigt, dass LE weder Kontrast noch Vollständigkeit in Kopula-Sätzen ausdrückt. Bezüglich wh-Konstruktionen hält die Arbeit an der Idee von Hamblin (1973) fest, dass die Bedeutung einer Frage die Menge ihrer möglichen Antworten ist. Außerdem basiert die Arbeit auf Rooth's (1985) unterspezifizierten semantischer Auffassung von alternativem Fokus. Es wird zusammenfassend herausgestellt, dass es sich bei dem LE Morphem nicht um eine Fokus-Markierung handelt: durch LE werden keine Alternativen generiert und auch deren Präsenz nicht angezeigt (Krifka 2007); das LE Morphem kann sich mit wh-Elementen zu einem Fokus-sensitiven Operator mit semantischer Bedeutung verbinden. Dieser wird auf die Fokus-Alternativen angewendet, indem, neben anderen Ansichten, eine vollständige Antwort presupponiert wird. Unter der Annahmen von mit Fokus markierten Kategorien konkretisiert dieses Projekt mithilfe verschiedenen Untersuchungsmethoden weiterhin die Aussage in Fominyam & Šimík (2017), nämlich, dass Vollständigkeit einen Teil der Semantik des LE Morphems darstellt und nicht durch kontextuelle Implikaturen abgeleitet werden kann. Anders als in Kopula-Sätzen wird das LE Morphem mit wh-fokussierten Kategorien daher als ein morphologischer Exponent eines funktionellen Kopfes Exh analysiert– in Übereinstimmung mit Horvath's (2010) EI (Exhaustive Identification). Die Arbeit endet mit der Struktur und Syntax von verbalem Fokus und Negation. Darüber hinaus wird die Idee von Fominyam & Šimík (2017) weiterhin modifiziert, indem herausgestellt wird, dass das mit Fokus markierte Verb, welches sich mit dem vollständigen (LE) Partikel verbindet, eine tieferliegende Kopie des nach Agr bewegten, finiten Verbes ist. Es wird argumentiert, dass das LE-fokussierte Verb-Cluster eine Form von Adjunktion ist. Die Schlussfolgerung ist, dass Verb-Verdopplung mit verbalem Fokus in Awing weder eine Realisierung zweier Kopien von ein und demselben Verb (Fominyam & Šimík 2017), noch das Ergebnis einer von einer Fokus-Markierung hervorgerufenen Kopie ist (Aboh and Dyakonova 2009). Viel eher wird angenommen, dass die Fokus-markierte Kopie direkt als das Komplement von LE generiert wird und dadurch eine Art Adjunktions-Cluster bildet.

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doi.orgpublishup.uni-potsdam.de

Languages

Dass

Tags

400 Sprache

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