Adick, Christel [Hrsg.]: Bildungsentwicklungen und Schulsysteme in Afrika, Asien, Lateinamerika und der Karibik. Münster [u.a.] : Waxmann 2013, S. 125-146. - (Historisch-vergleichende Sozialisations- und Bildungsforschung; 11) Der Beitrag versteht sich als Überblick über bedeutsame Bildungsentwicklungen in jenen 45 afrikanischen Ländern, die nach der Klassifikation der UNESCO zur Region Subsahara-Afrika gezählt werden, wobei zunächst einige historische Gemeinsamkeiten (wie das Vordringen externer Einflüsse und Herrschaftsansprüche Europas und des Islam) dargelegt werden. Anschließend werden die wesentlichen Bildungssektoren dieser Region: die Autochthone, die Islamische und die sog. Westliche Erziehung und Bildung, in ihren Grundzügen skizziert. Im weiteren Fortgang stehen die zeitlich weit auseinander liegenden nachkolonialen Bildungsentwicklungen dieser politisch unabhängigen Länder, überwiegend seit ca. den 1960er Jahren, im Vordergrund. Hierbei werden Ziele und Fortschritte für die Verwirklichung von Bildung für Alle seit den 1990er Jahren besonders in den Blick genommen und Faktoren wie Bildungsqualität und Leistungsstudien sowie empirische Befunde zur Bildungsbeteiligung von Mädchen und Frauen diskutiert. Im Beitrag werden sodann die Herausforderungen für eine kohärente nationale Bildungspolitik angesichts teils unverbundener Bildungstraditionen verdeutlicht wie auch gemeinsame Problemlagen wie die Sprachenfrage im Schulunterricht und Bildungsangebot. (Autorin) This article is intended as an overview of significant developments in education in the 45 African countries regionally classified by UNESCO as Sub-Sahara Africa, beginning with a discussion of certain historical commonalities (such as the encroachment of external influences and claims to sovereignty by Europe and Islam). It then outlines the key features of the region’s main education sectors: indigenous, Islamic and so-called Western education and training. The focus subsequently shifts to the post-colonial educational developments in these countries since political independence, which span predominantly from around the 1960s onwards. In this context, particular attention is paid to the objectives and progress made towards achieving ‘Education for All’ since the 1990s, and factors such as educational quality and performance studies, as well as empirical findings on the educational participation of girls and women, are discussed. The article then highlights the challenges facing a coherent national education policy in the face of educational traditions that are, in some cases, unconnected, as well as common issues such as the language question in school teaching and educational provision. (Author)