Ausgangslage: Trotz erheblicher Fortschritte in der Malariaprävention bleibt die Krankheitslast hoch. Die Malariaimpfung markiert daher einen bedeutenden Meilenstein im Kampf gegen die Krankheit. Ihre erfolgreiche Implementierung setzt jedoch ein vertieftes Verständnis jener Faktoren voraus, die Einführung und Verbreitung beeinflussen.
Ziel / Methode: Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand zur Implementierung von Malariaimpfstoffen in malaria-endemischen Regionen systematisch zu erfassen und zentrale Einflussfaktoren zu identifizieren. Hierzu wurde ein Scoping Review durchgeführt. Die Literaturrecherche erfolgte in den Datenbanken MEDLINE und Web of Science.
Zentrale Ergebnisse: Insgesamt wurden 30 Studien entlang des Consolidated Framework for Implementation Research ausgewertet. Dabei konnten 22 Einflussfaktoren identifiziert werden, die die Implementierung von Malariaimpfstoffen beeinflussen. Diese reichen von Impfstoffcharakteristika über infrastrukturelle, sozioökonomische und kulturelle Rahmenbedingungen bis hin zu politischen, finanziellen und systemischen Aspekten.
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass eine erfolgreiche Implementierung der Malariaimpfung ein integriertes Vorgehen erfordert, das sowohl verhaltens- als auch verhältnisorientierte Massnahmen umfasst. Kontextsensible Aufklärung, niedrigschwellige Impfangebote, die Verknüpfung mit bestehenden Präventionsstrategien sowie stabile Strukturen und sektorübergreifende Kooperationen sind zentrale Erfolgsfaktoren. Künftige Forschung sollte sich auf die Weiterentwicklung des Impfstoffs und die Integration partizipativer Ansätze konzentrieren, um eine kontextsensitive Umsetzung zu fördern.