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Guiding digital transformation in East African logistics networks a management model for ICT-enabled interorganizational communication

Domain:

digital infrastructure

Record type:

paper
Creator:
Col
Editor:
TecTecStr
Publisher:
Tec
Host:avatar
The East African region is experiencing rapid demographic and economic growth, presenting both significant opportunities and urgent challenges for its logistics networks. Efficient and resilient logistics networks are critical to supporting regional trade competitiveness, food security, and public health, yet they remain hindered by fragmented structures and heavy reliance on analog communication methods. Despite global advances in digital integration, East African logistics networks continue to depend on face-to-face interactions, phone calls, and instant messaging, practices ill-suited to industries such as food and pharmaceuticals that demand stringent quality and compliance standards. Against this backdrop, digital transformation, specifically through the adoption of information and communication technologies (ICTs), emerges as not merely beneficial but essential. This dissertation seeks to address two critical research gaps: the lack of empirical insights on digitalization of interorganizational communication within East African logistics, and the absence of contextualized frameworks guiding technology selection and implementation in the region. Following a design-science paradigm that integrates engineering and managerial perspectives, this study develops a model to enable managers in East African logistics networks to recognize, assess, and implement ICT solutions aligned with strategic objectives, operational needs, and resource constraints. Adopting an exploratory and prescriptive research orientation, this thesis first examines the current state of ICT adoption across the food and pharmaceutical logistics sectors. Seventeen semi‑structured interviews and surveys conducted in Ethiopia, Rwanda, Kenya, and Tanzania reveal a widespread reliance on analog tools and significant sectoral differences driven by varying regulatory pressures and baseline digital literacy. A moderated group exercise with logistics professionals highlights pervasive inefficiencies in information availability, accessibility, and standardization, thereby confirming the need for digitalized communication processes. Further analysis identifies economic and financial constraints, alongside capacity-related barriers, as the most critical impediments to ICT adoption. The findings emphasize that overcoming these barriers requires coordinated digital ecosystems, regulatory alignment, and multi-stakeholder collaboration. In addition, future digitalization trajectories and their sustainability implications are assessed through a survey of logistics actors in Ethiopia and Kenya, revealing divergent national outlooks: incremental improvements in Ethiopia versus more advanced technological aspirations in Kenya. While anticipated benefits include improvements in resource efficiency and forecast accuracy, concerns about increased safety stocks and potential job reductions underscore the complexity of digital transformation outcomes. Building on these insights, the thesis introduces a management model for ICT-enabled interorganizational communication (ICT-IOCM), a two-dimensional framework combining a strategic dimension focused on aligning ICT initiatives with broader organizational and contextual conditions, and an operative dimension, offering a six-phase roadmap to guide implementation. Theoretically, the research contributes to the logistics and digitalization literature by providing granular, context-specific evidence from a region underrepresented in empirical studies. It advances understanding of technology adoption dynamics in emerging markets, particularly by challenging assumptions from transaction cost economics and extending insights from the unified theory of acceptance and use of technology regarding the dominance of facilitating conditions over performance expectancy. Practically, the ICT-IOCM model offers logistics managers a decision-support tool tailored to resource-constrained environments, while also providing actionable guidance to policymakers, educational institutions, and development partners. Ultimately, this dissertation supports the creation of agile, inclusive, and sustainable logistics networks in East Africa by bridging the gap between strategic vision and operational execution in ICT adoption. Die ostafrikanische Region erlebt ein rasantes demografisches und wirtschaftliches Wachstum, das sowohl bedeutende Chancen als auch dringende Herausforderungen für ihre Logistiknetzwerke mit sich bringt. Effiziente und resiliente Logistiknetzwerke sind entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des regionalen Handels, die Ernährungssicherheit und ein funktionierendes Gesundheitswesen. Dennoch werden sie weiterhin durch fragmentierte Strukturen und eine starke Abhängigkeit von analogen Kommunikationsmethoden behindert. Trotz globaler technologischer Fortschritte verlassen sich ostafrikanische Logistikakteure nach wie vor auf persönliche Interaktionen, Telefonanrufe und Instant Messaging – Praktiken, die für Branchen wie die Lebensmittel- und Pharmaindustrie, die strenge Qualitäts- und Compliance-Standards erfordern, ungeeignet sind. Vor diesem Hintergrund erweist sich die digitale Transformation, insbesondere durch den Einsatz von Informations- und Kommunikations-technologien (IKT), nicht nur als vorteilhaft, sondern als unverzichtbar. Diese Dissertation zielt darauf ab, zwei zentrale Forschungslücken zu schließen: den Mangel an empirischen Erkenntnissen zur Digitalisierung der interorganisationalen Kommunikation in ostafrikanischen Logistiknetzwerken sowie das Fehlen kontextbezogener Grundvoraussetzungen für die Auswahl und Implementierung von Technologien in der Region. Aufbauend auf einem Design-Science-Ansatz, der ingenieurwissenschaftliche und managementorientierte Perspektiven integriert, entwickelt diese Studie ein Modell, das Managerinnen und Managern in ostafrikanischen Logistiknetzwerken ermöglicht, IKT-Lösungen zu erkennen, zu bewerten und umzusetzen, die mit strategischen Zielen, operativen Anforderungen und Ressourcen-restriktionen im Einklang stehen. Unter Verwendung eines explorativen und präskriptiven Forschungsansatzes untersucht die Arbeit zunächst den aktuellen Stand der IKT-Nutzung in der Lebensmittel- und Pharma-Industrie. Siebzehn semi-strukturierte Interviews sowie Umfragen in Äthiopien, Ruanda, Kenia und Tansania zeigen eine weit verbreitete Abhängigkeit von analogen Technologien und signifikante sektorale Unterschiede, die auf unterschiedliche regulatorische Anforderungen und den digitalen Bildungsstand zurückzuführen sind. Darauffolgende Erkenntnisse dieser Arbeit verdeutlichen weitreichende Ineffizienzen in Bezug auf Informations-verfügbarkeit, -zugänglichkeit und -standardisierung und bestätigen damit den Bedarf an digitalisierten Kommunikationsprozessen. Weitere Analysen identifizieren ökonomische und finanzielle Einschränkungen sowie kapazitätsbezogene Hürden als die kritischsten Hemmnisse für die Einführung von IKT. Die Ergebnisse unterstreichen, dass die Überwindung dieser Barrieren koordinierte digitale Ökosysteme, regulatorische Kohärenz und die Zusammenarbeit verschiedener Stakeholder erfordert. Darüber hinaus werden zukünftige Digitalisierungspfade und damit verbundene Nachhaltigkeits-aspekte bewertet, die unterschiedliche nationale Perspektiven innerhalb Ostafrika offenbart: schrittweise Verbesserungen in Äthiopien versus ambitioniertere technologische Vorhaben in Kenia. Während zu den erwarteten Vorteilen Verbesserungen der Ressourceneffizienz und der Prognosegenauigkeit gehören, unterstreichen Bedenken hinsichtlich erhöhter Sicherheits-bestände und potenzieller Arbeitsplatzverluste die Komplexität der Folgen der digitalen Transformation. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen stellt die Arbeit ein Managementmodell für IKT-gestützte interorganisationale Kommunikation vor – ein zweidimensionaler Gestaltungs-rahmen, der strategische und operative Dimensionen kombiniert. Strategisch wird durch das Modell die Ausrichtung von IKT-Initiativen an übergeordneten Organisationszielen und Kontext-bedingungen gewährleistet werden. Die operative Umsetzung wird durch einen sechsstufigen Implementierungsprozess anschließend methodisch fundiert begleitet. Theoretisch leistet die Forschung einen Beitrag zur Literatur über Logistik und Digitalisierung, indem sie detaillierte, kontextspezifische Evidenz aus einer in empirischen Studien unter-repräsentierten Region liefert. Sie erweitert das Verständnis der Dynamik der Technologie-einführung in Schwellenländern, insbesondere indem sie Annahmen aus der Transaktionskosten-ökonomie in Frage stellt und Erkenntnisse aus der Unified Theory of Acceptance and Use of Technology (dt.: Einheitliche Theorie der Akzeptanz und Nutzung von Technologie) hinsichtlich der Dominanz von förderlichen Bedingungen gegenüber Leistungserwartungen erweitert. Praktisch bietet das entwickelte Managementmodell Logistikmanagerinnen und -managern ein entscheidungsunterstützendes Instrument, das an ressourcenbegrenzte Umgebungen angepasst ist, und liefert zugleich konkrete Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger, Bildungseinrichtungen und Entwicklungsorganisationen. Insgesamt unterstützt diese Dissertation den Aufbau agiler, inklusiver und nachhaltiger Logistiknetzwerke in Ostafrika, indem sie die Lücke zwischen strategischer Vision und operativer Umsetzung bei der Einführung von IKT schließt.

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