Logo Lanfrica

Language input and phonotactic perception in multilingual infants Sprachlicher Input und phonotaktische Wahrnehmung bei mehrsprachigen Säuglingen a field-based experimental study in Ghana eine feldbasierte experimentelle Studie in Ghana

Domain:

natural language processing

Record type:

paper
Creator:
Oma
Publisher:
Uni
Host:avatar
Many infants worldwide grow up in environments and homes where they are exposed to two or more languages. However, how most of these infants, particularly those growing up in Africa, experience their languages and how exposure to multiple languages influences their language development remains understudied. This dissertation focuses on multilingual infants’ language input experiences and how exposure to multiple languages shapes phonotactic perception in infancy. Specifically, I investigate (i) language input and the factors that may influence the input to infants growing up in multilingual homes and environments in Accra, Ghana (Africa), (ii) sensitivity to Advanced Tongue Root (ATR) harmony in Akan (Kwa, Niger-Congo) and the ability to use ATR harmony cues for speech segmentation in multilingual infants exposed to both ATR harmony languages alongside non-vowel harmony (VH) languages in Ghana, and (iii) how these abilities are influenced by the degree of exposure to ATR harmony languages. First, the language input situation of 3- to 12-month-old infants growing up in multilingual homes and environments in Accra, Ghana, was investigated using two language input assessment tools: an interview-based questionnaire and a logbook (Chapter 2). The findings reveal that infants are raised multilingually with two to six languages and have regular language exposure from two to six regular caregivers. The findings further show that there is a substantial variability in the relative amount of direct and indirect input that infants receive in the different languages they are exposed to. Next, we investigate 6-month-old multilingual infants exposed to (an) ATR harmony language(s) (e.g., Akan) alongside other non-VH languages sensitivity to ATR harmony in Akan in an auditory preference task (Chapter 3). Results show that 6-month-old multilingual infants in Ghana are sensitive to ATR harmony in Akan and have a differential preference for harmonic syllable sequences over disharmonic ones. However, this sensitivity or preference was not modulated by the degree of exposure they receive in (an) ATR harmony language(s). In Chapter 4, we investigate infants’ ability to segment words in fluent speech using ATR harmony cues in 9- to 11-month-old multilingual infants learning ATR harmony languages alongside non-VH languages. The findings reveal that multilingual infants segment bi-syllabic words in their native language (Akan) using ATR harmony cues. The relative amount of exposure to ATR harmony languages did not modulate the use of ATR harmony cues for segmentation. In Chapter 5, I provide reflections on my experiences conducting field-based research in Ghana, focusing on methodological considerations, challenges, and solutions for my fieldwork in Ghana. Overall, the present dissertation contributes to the growing literature on bilingual and multilingual infants’ language input and its impact on language development. Indeed, the studies presented in this dissertation provide evidence that, as a group, multilingual infants’ phonotactic acquisition and processing may be comparable to monolingual and bilingual infants and that exposure to multiple languages does not seem to affect Ghanaian infants’ native language phonotactic processing. Viele Säuglinge weltweit wachsen in Umgebungen und Haushalten auf, in denen sie mit zwei oder mehr Sprachen in Kontakt kommen. Wie die meisten dieser Säuglinge, insbesondere jene, die in Afrika aufwachsen, ihre Sprachen erleben, und wie der Kontakt mit mehreren Sprachen ihre Sprachentwicklung beeinflusst, ist jedoch noch wenig erforscht. Diese Dissertation befasst sich mit dem sprachlichen Input, den mehrsprachige Säuglinge bekommen, und damit, wie der Kontakt mit mehreren Sprachen die phonotaktische Wahrnehmung im Säuglingsalter beeinflusst. Konkret untersuche ich (i) den sprachlichen Input und die Faktoren, die den Input von Säuglingen beeinflussen können, die in mehrsprachigen Familien und Umgebungen in Accra, Ghana (Afrika) aufwachsen, (ii) die Sensitivität gegenüber Advanced Tongue Root (ATR)-Harmonie im Akan (Kwa, Niger-Kongo) und die Fähigkeit, ATR-Harmonie-Merkmale für die Sprachsegmentierung zu verwenden, bei mehrsprachigen Säuglingen, die sowohl ATR-Harmonie-Sprachen als auch Sprachen ohne Vokalharmonie (VH) in Ghana ausgesetzt sind, und (iii) inwiefern diese Fähigkeiten durch das Ausmaß des Kontakts mit ATR-Harmonie-Sprachen beeinflusst werden. Zunächst wurde der Stand des sprachlichen Inputs von 3- bis 12-monatigen Säuglingen aus mehrsprachigen Haushalten und Umgebungen in Accra, Ghana, mithilfe von zwei Instrumenten zur Bewertung des Sprach-Inputs untersucht: einem interview-basierten Fragebogen und einem Logbuch (Kapitel 2). Die Ergebnisse zeigen, dass Säuglinge mehrsprachig mit zwei bis sechs Sprachen aufwachsen und und regelmäßig sprachlichen Input von zwei bis sechs Bezugspersonen erhalten. Darüber hinaus weisen die Befunde auf eine erhebliche Variabilität im Anteil des direkten und indirekten Inputs hin, den die Säuglinge in den jeweiligen Sprachen, denen sie ausgesetzt sind, erhalten. Im Kapitel 3 untersuchen wir mithilfe einer auditiven Präferenzaufgabe die Sensitivität gegenüber der ATR-Harmonie im Akan bei 6-monatigen mehrsprachigen Säuglingen, die mit (einer) ATR-Harmonie-Sprache(n) (z. B. Akan) sowie anderen Sprachen ohne Vokalharmonie (VH) aufwachsen. Die Ergebnisse zeigen, dass 6 Monate alte mehrsprachige Säuglinge in Ghana auf ATR-Harmonie in Akan reagieren und eine differenzierte Präferenz für harmonische Silbenfolgen gegenüber disharmonischen haben. Diese Sensitivität oder Präferenz wurde jedoch nicht durch das Ausmaß des Kontakts mit (einer) ATR-Harmonie-Sprache(n) moduliert. Im Kapitel 4 untersuchen wir die Fähigkeit von 9- bis 11-monatigen mehrsprachigen Säuglingen, die multilingual mit ATR-Harmonie-Sprachen und Nicht-VH-Sprachen aufwachsen, Wörter in flüssiger Sprache zu segmentieren. Die Ergebnisse zeigen, dass mehrsprachige Kinder zweisilbige Wörter in ihrer Muttersprache (Akan) unter Verwendung von ATR-Harmoniewörtern segmentieren können. Das relative Ausmaß des Sprachkontakts mit ATR-Harmonie-Sprachen beeinflusste nicht die Nutzung der ATR-Harmonie-Merkmale zur Segmentierung. In Kapitel 5 reflektiere ich meine Erfahrungen bei der Durchführung von Feldforschung in Ghana und konzentriere mich dabei auf methodologische Überlegungen, Herausforderungen und Lösungen für meine Forschung. Insgesamt leistet diese Dissertation einen Beitrag zur wachsenden Literatur über den sprachlichen Input zwei- und mehrsprachiger Kleinkinder und dessen Auswirkungen auf die Sprachentwicklung. Die in dieser Dissertation vorgestellten Studien belegen, dass der phonotaktische Erwerb und die phonotaktische Verarbeitung mehrsprachiger Säuglinge als Gruppe mit ein- und zweisprachigen Säuglingen vergleichbar sind und dass der Kontakt mit mehreren Sprachen die phonotaktische Verarbeitung der Muttersprache ghanaischer Säuglinge nicht zu beeinflussen scheint.

Similar