Das vom Bundesamt für Kultur (BAK) geförderte Projekt hat die postkoloniale und kooperative Provenienzforschung zum Inhalt. Neben der Vernetzung der Museen in der Schweiz sind dabei die Zusammenarbeit und der Austausch mit Nigeria von grosser Bedeutung. So arbeiten die Museen auch mit einer nigerianischen Historikerin der Universität in Benin City zusammen. Zu den Methoden gehören Recherchen in Archiven in Europa und in Afrika, Interviews zur westlichen Sammel- und Handelspraxis sowie die Berücksichtigung von mündlich überlieferten Geschichten (oral history) der Handwerkergilden und der Palastgesellschaften in Benin City. Damit sollen die Objektbiografien und Handelsnetzwerke aus unterschiedlichen Perspektiven von Nigeria bis in die Schweiz rekonstruiert werden.