Zusammenfassung Das Ösophaguskarzinom tritt im südöstlichen Afrika endemisch auf. In Malawi, welches zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, rangiert es noch vor der AIDS-Epidemie in allen Altersgruppen gleich verteilt mit einer Prävalenz von 12 % an erster Stelle. Laut Studien von Ferlay, Soerjomataram et al. (2014) erreicht die Inzidenz sogar 22,7/100 000, gefolgt von China mit 20,1/100 000 und fungiert damit weltweit an erster Stelle. Die Ätiologie dieses Plattenepithelkarzinoms ist unklar. Neben Toxinen werden auch spezielle Viren oder spezielle Ernährungsgewohnheiten für die Genese diskutiert. Aufgrund nicht vorhandener medizinischer Ressourcen haben die betroffenen Menschen in dieser Region kaum eine Perspektive. Chirurgische Optionen und chemotherapeutische Protokolle existieren de facto nicht. Im Oktober 2014 startete ein spezielles Förderprogramm ausgehend von Jenaer Chirurgen mit dem Ziel, ein Stentprojekt im Zomba Central Hospital zu implementieren. Das sogenannte „Ein-Stent-Ein-Leben-Projekt“. Das Zomba Central Hospital ist eines von 4 Krankenhäusern der Maximalversorgung in Malawi und hat ein Einzugsgebiet von etwa 2 Mio. Einwohnern.