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Ghana: Genderwirkungen der Förderung der Wertschöpfungskette Cashew

Domaine:

agriculturesocioeconomic

Type de record:

paper
Créateur:
GAE
Éditeur:
DuE
Éditeur:
DuE
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Cashewnüsse stehen seit 2021 an der Spitze der nicht-traditionellen Ausfuhrgüter in Ghana. Dabei werden ca. 90% der ghanaischen Nüsse unverarbeitet nach Asien exportiert. Der vitaminreiche Cashewapfel hingegen, an dem die Nuss hängt, wird in der Regel als Abfallprodukt angesehen. Das von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführte Vorhaben „Marktorientierte Wertschöpfungsketten für Jobs und Wachstum in der ECOWAS Region“ (MOVE) hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, die Wettbewerbsfähigkeit des Cashewsektors in Afrika zu stärken und auch die Nutzung des Cashewapfels zu erhöhen. Die Förderung von Frauen spielt dabei eine wichtige Rolle. Ein Großteil der im Cashewsektor Beschäftigten sind Frauen, die vor allem mit der Aufzucht von Setzlingen in den Baumschulen, der Ernte der Nüsse und in der Verarbeitung von Cashewprodukten aktiv sind. Der Ansatz von MOVE hierfür ist vor allem die Durchführung einer Reihe von Fortbildungsveranstaltungen für ihre Partnerorganisationen und die Zielgruppen. Genderaspekte, z.T. auch gendertransformative Ansätze und die Reflektion von Geschlechterrollen vor allem hinsichtlich der Wertschöpfungskette (WSK) Cashew, sind in allen Fortbildungen integriert. Damit Frauen von den Schulungen profitieren können, wird derzeit bewusst eine Quote für die Teilnahme von Frauen gesetzt. Die Untersuchung der Genderwirkungen der Förderung der WSK Cashew in Ghana ergab, dass Frauen durch die WSK ein eigenes Einkommen erzielen, welches sie in die Schulbildung ihrer Kinder, den Bau eines Hauses, den Erwerb von Land oder in eine weitere einkommensschaffende Aktivität investieren. Zahlreiche Frauen eröffnen anschließend an die Schulungen durch MOVE ihren eigenen Betrieb und generieren so Arbeitsplätze für weitere Frauen und zum geringeren Teil auch Männer. Diese Frauen dienen als Vorbilder für andere, die ermutigt und durch die Fortbildungen auch befähigt werden, ihnen nachzueifern. Die Fortbildungen an sich haben noch keine direkten gendertransformativen Wirkungen, sind aber teilweise sehr wirksam darin, diese zu initiieren. AVE Good Practice Reihe, vol. 2025, no. 34