Larissa-Diana Fuhrmann widmet sich in ihrem Beitrag den historischen Hintergründen sowie der gegenwärtigen Rolle, die Humor und Satire in Cartoons und Karikaturen im Sudan spielen und reflektiert dies im Kontext der gesellschaftspolitischen Diskurse des Landes. Die Nutzung neuer Medien und sozialer Netzwerke während der verschiedenen Proteste in Nordafrika und dem Nahen Osten in den vergangenen Jahren wurde intensiv diskutiert. Dabei wurde dem Humor und der politischen Satire, die die Proteste während der Revolutionen begleiteten und beschleunigten, wenig Aufmerksamkeit geschenkt. »In den kommenden Jahren, mit der wachsenden Zahl von Internetnutzer*innen im urbanen Zentrum sowie der Peripherie, wird die Rolle von Künstler*innen, die die zivilen Proteste dokumentieren und anfachen, immer zentraler und könnte die Aufmerksamkeit eines internationalen Publikums auf sich ziehen.« Ein Jahr, nachdem dieser Schlusssatz des Artikels abgetippt wurde, sieht die Welt zu, wie Künstler*innen und Kreative die dritte erfolgreiche Revolution seit der Unabhängigkeit des Sudans antreiben und die 30-jährige Militärdiktatur des ehemaligen Präsidenten Omer al-Bashir stürzen.