Diese Dissertation widmet sich einer kontrastiven Analyse der Transitivität im Deutschen und im Jóola karon, wobei die jeweiligen typologischen Merkmale der beiden Sprachen im Mittelpunkt stehen. Sie verfolgt zwei zentrale Ziele: zum einen die Dokumentation, Erhaltung und Didaktisierung des Jóola karon, einer bislang wenig beschriebenen und heute bedrohten atlantischen Sprache; zum anderen soll sie einen Beitrag zur vergleichenden Sprachwissenschaft mit Bezug zum Deutschen leisten, insbesondere im senegalesischen Kontext. Die Untersuchung der Transitivität bietet einen Rahmen zur Analyse eines breiten Spektrums an Konstruktionen: intransitive, transitive, ambitransitive und ditransitive Strukturen. Zum einen werden die morphosyntaktischen Kodierungsmerkmale dieser Konstruktionen beschrieben, zum anderen die Faktoren analysiert, die die Argumentabfolge im Satz beeinflussen, insbesondere in der postverbalen Position. Darüber hinaus beleuchtet die Analyse von kausativen, reflexiven, reziproken und passiven Konstruktionen das Verhalten der Kernargumente, wenn ein neues Argument zur Satzstruktur hinzugefügt oder entfernt wird. Solche Veränderungen führen zu einer Erhöhung oder Verringerung des Transitivitätsgrades des Satzes und geben Einblicke über die grammatischen Mechanismen beider Sprachen. Diese Dissertation bietet insgesamt einen umfassenden Überblick auf die Kodierung der syntaktischen Funktionen und semantischen Rollen im Deutschen und im Jóola karon. Damit leistet diese Arbeit nicht nur einen deskriptiven und kontrastiven Beitrag, sondern trägt zugleich zur linguistischen Typologie und Sprachdidaktik bei und unterstützt den Erhalt des Sprach- und Kulturerbes der Kaloon. This dissertation undertakes a contrastive analysis of transitivity in german and jóola karon, with particular focus on the typological features of both languages. It pursues two central goals: first, the documentation, preservation, and didactic integration of jóola karon, an atlantic lan-guage that remains largely undescribed and is currently endangered; and second, a contribution to comparative linguistics with reference to german, particularly within the Senegalese context. Transitivity serves as an analytical framework for a wide range of constructions, including in-transitive, transitive, ambitransitive, and ditransitive structures. The study examines both the morphosyntactic encoding of these constructions and the factors influencing argument order within the clause, with particular attention to postverbal positions. Furthermore, the analysis of causative, reflexive, reciprocal and passive constructions reveals how core arguments behave when an additional argument is introduced or removed from the clause structure. Such shifts result in increases or decreases of the transitivity and provide deeper insights into the grammati-cal mechanisms of both languages. Overall, the dissertation offers a comprehensive overview of how syntactic functions and semantic roles are encoded in german and jóola karon. In doing so, it not only makes a descriptive and contrastive contribution but also advances linguistic ty-pology and language pedagogy, while promoting the preservation of the linguistic and cultural heritage of the kaloon.